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News rund um das Thema Kunststoffrecycling

Okt. 2014
Der Newsletter von mtm plastics

Immer auf dem Laufenden!

Der mtm-Newsletter liefert Ihnen in unregelmäßigen Abständen News, Einschätzungen und Termine rund um das Thema Kunststoffrecycling. Absender ist das Unternehmen mtm-plastics GmbH in Niedergebra. Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.mtm-plastics.eu.

Aktuelle Ausgabe  Oktober 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Sommer geht zu Ende, das Jahr aber bleibt spannend und erfolgreich für mtm. Zukunftsweisende Projekte, an denen mtm beteiligt ist, und eine gute Nachfrage, wie wohl die meisten Kunststoffrecycler sie derzeit verzeichnen können, stehen dafür. Dabei stört es umso mehr, dass die Unsicherheit über die Zukunft der dualen Systeme trotz gesetzgeberischer Interventionen nicht enden will, dass die Verbrennungspreise in Deutschland weiterhin im Keller sind und den Trennanreiz für verwertbare und qualitativ hochwertige Sekundärrohstoffe untergraben. Für Deutschland gilt: Die Verbrennung ist die neue Deponie! Vom Export nach Asien, der neue Rekordwerte erreicht, ganz zu schweigen. Diese Missstände beklagen wir jetzt schon seit Jahren!

Gern tauschen wir uns dazu auch mit Ihnen aus. Zum Beispiel beim Jahrestreffen von Plastics Recyclers Europe am 20./21. November in Brüssel. Wir würden uns freuen.

Herzlichst

Ihre
Dr. Michael Scriba und Torsten Meyer

Die deutsche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat zugesagt, noch vor Jahresende den Entwurf für ein Wertstoffgesetz vorzulegen, mit dem auch die Entsorgung von sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen geregelt werden soll. Die Verbände bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. und BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. sowie der VBS Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen e.V. haben in dieser Woche dem BMUB in einem persönlichen Gespräch dazu ihre Vorstellungen übermittelt.

BANUS ist ein Forschungsprojekt, das sich im Interesse mittelständischer Unternehmen um ein für Recycler interessantes Thema kümmert: die Entwicklung einer geeigneten Barriereschicht für Lebensmittelverpackungen, die Recyclingmaterial enthalten. Das im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms geförderte Projekt startete am 1. Juli. Eine Reihe internationaler Partner sind daran beteiligt. mtm plastics ist von deutscher Seite dabei.

Zwischenruf

Catherine Klein, Generaldirektorin von Valorplast, dem Garantiegeber für Kunststoffverpackungen in Frankreich:

„Wir arbeiten für mehr Kunststoffrecycling in Frankreich“

Das französische System der Verpackungsentsorgung ist in erster Linie auf das Recycling von Kunststoffflaschen ausgerichtet. Valorplast arbeitet daran, Sammlung, Sortierung und Recycling zu optimieren und auf alle Kunststoffverpackungen in Frankreich auszuweiten.

Vor zwanzig Jahren wurde er in Bayern schon einmal gesucht: Der vorbildliche Wertstoffhof. So lautete auch der Titel des damaligen Wettbewerbs, den das bayerische Umweltministerium ausgeschrieben hatte. Daran knüpft nun die aktuelle Idee des Gemeinschaftsprojekts von ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen und Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT an. Was hat sich seitdem verändert, welches sind die heutigen Trends und Anforderungen an einen guten Wertstoffhof? mtm unterstützt das Projekt, an dessen Ende eine umfangreiche Broschüre sowie eine Veranstaltung die Ergebnisse vorstellen sollen.

Das INFA-Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management aus Ahlen befragte im Auftrag der ESE GmbH aus Wenden-Gerlingen Bürger, Kommunen und Entsorger, in welcher Farbe und aus welchem Material Abfall- und Wertstoffbehälter hergestellt werden sollten. Das für Recycler erfreulich eindeutige Ergebnis bei den Bürgern lautet: 84 Prozent der befragten Bürger bevorzugen einen grauen Korpus mit farbigem Deckel und 90 Prozent sprechen sich für den Einsatz von Recyclingmaterial aus. Bei Vertretern aus Kommunen und von Entsorgern sind es 60 Prozent, die den grauen Behälter mit farbigem Deckel bevorzugen.

Das Dauerthema der sinkenden Output-Qualitäten aus Sortieranlagen beschäftigt uns auch weiterhin. Wir haben im vergangenen Monat einen Aufruf an unsere Lieferanten gerichtet, in gemeinsamer Anstrengung das Qualitätsniveau, das es bei der Mischkunststoff-Ballenware schon einmal gab, wieder zu erreichen. Der massive Preisdruck, der seitens der Dualen Systeme auf die Sortierer ausgeübt wird, wirkt sich hier zu Lasten der Verwerter aus. Auch bei den angelieferten Hartkunststoffen zeigt sich, dass es billiger ist, sie zu verbrennen oder zu exportieren, als sie getrennt zu halten und auf zumutbare Qualitäten zu achten.

Kurzmeldungen aus dem Unternehmen

  • mtm mit neuer Website: Seit September tritt mtm plastics unter www.mtm-plastics.eu moderner, klarer und userfreundlicher auf. Neu bebildert und mit einem brandneuen Film zum Produktionsprozess bei mtm vermittelt die Website ein rundes Bild, was mtm zu bieten hat.
  • mtm-Vortrag auf der Recoup Recycling Conference: mtm-Geschäftsführer Michael Scriba war eingeladen, auf der Recoup Plastics Recycling Conference am 25. September 2014 in Peterborough, Großbritannien vor über 250 teilnehmenden internationalen Experten einen Vortrag zu halten. Er war gebeten worden, vor dem Hintergrund deutscher Erfahrungen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen des Kunststoffrecyclings auf der Insel zu werfen. Unter dem Titel "Plastics Reprocessing – A Voice From The Continent" identifizierte er zunächst die Schwachstellen des aktuellen deutschen Systems, benannte dann die Grundsätze, die beim Sammeln und Sortieren für ein erfolgversprechendes Recycling beachtet werden sollten, um schließlich auf die aktuelle Situation im Vereinigten Königreich einzugehen.
    Mehr dazu unter www.recoup.org
  • mtm macht mit: mtm plastics nimmt am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) teil. NAT führt Politik, Verwaltung und Wirtschaft bei den Themen Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz zusammen. Die Unternehmen und Organisationen, die sich dem Nachhaltigkeitsabkommen angeschlossen haben, eint das gemeinsame Grundverständnis von nachhaltiger Entwicklung: ein schonender und verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Orientierung an der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. mtm plastics „lebt“ diese Grundsätze jeden Tag - mit der Produktion ressourcenschonender Rohstoffe. Mehr Information unter www.nachhaltigkeitsabkommen.de
  • mtm mit neuem Ansprechpartner für Frankreich: Arne Jost kann nicht nur (fast) so gut Französisch wie Deutsch, er kennt auch die Recyclingbranche beider Länder aus langjähriger Erfahrung. Seit Jahren berät er international Unternehmen zu Fragen der Verpackungsentsorgung. Seit September ist er mtm-Ansprechpartner für den französischen Markt.